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Electricity Day-Ahead Prices: Was steckt dahinter?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Electricity Day-Ahead Prices: Was steckt dahinter?
Monitoring & Netzanalyse — Stromfee (KI-Bild)

Day-Ahead-Preise sind die Strom-Großhandelspreise, die einen Tag im Voraus für jede Stunde des Folgetags festgelegt werden. Hier erfährst du, wie sie zustande kommen, wann sie veröffentlicht werden und was sie für dich bedeuten.

Was sind Day-Ahead-Strompreise? (Kurzantwort)

Der Day-Ahead-Markt ist der wichtigste Stromgroßhandels-Markt in Europa. Käufer und Verkäufer geben einen Tag im Voraus Gebote ab, und die Börse bestimmt daraus für jede Stunde des Folgetags einen einheitlichen Preis in €/MWh. Diese Preise gelten also, bevor der Strom überhaupt verbraucht wird – anders als beim kurzfristigen Intraday-Handel.

Electricity Day-Ahead Prices: Was steckt dahinter?
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So läuft die tägliche Auktion ab

Merke dir drei Schritte: (1) Bis 12:00 Uhr reichen Käufer und Verkäufer ihre Gebote für den nächsten Tag ein. (2) Gegen 12:42 Uhr veröffentlicht die Börse EPEX SPOT die Ergebnisse. (3) Der Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage legt für jede Stunde den Preis fest. Damit weißt du am Mittag bereits, wie teuer der Strom morgen zu welcher Stunde ist.

Electricity Day-Ahead Prices: Was steckt dahinter?
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24 Stunden – oder 96 Viertelstunden

Klassisch gibt es 24 Preise pro Tag, einen je Stunde. Seit 2021 werden in Deutschland zusätzlich 15-Minuten-Preise gehandelt – das sind 96 Preise pro Tag (MTU, Market Time Unit). Der Grund: Wind und Sonne schwanken schnell, eine Wolke kann die Solarleistung in Sekunden halbieren. Feinere Zeitfenster bilden diese Realität genauer ab als Stundenpreise.

Electricity Day-Ahead Prices: Was steckt dahinter?
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Warum die Preise so stark schwanken

Day-Ahead-Preise steigen und fallen im Tagesverlauf deutlich. Viel Wind- und Solarstrom bei geringer Nachfrage drückt den Preis nach unten – bei Überangebot kann er sogar negativ werden. Umgekehrt treiben Nachfragespitzen am Morgen und Abend den Preis nach oben. Wer diese Muster liest, kann Verbrauch oder Speicher gezielt in günstige Stunden legen.

Electricity Day-Ahead Prices: Was steckt dahinter?
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Was das für dich praktisch bedeutet

Mit einem dynamischen Stromtarif zahlst du stundengenau den Day-Ahead-Preis statt eines festen Arbeitspreises. Das lohnt sich, wenn du Verbrauch verschieben kannst – etwa Wärmepumpe, E-Auto-Ladung oder Batteriespeicher in die günstigen Stunden legst. Bei Negativpreisen ist der Bezug am günstigsten, während du eigene Einspeisung dann eher drosseln solltest.

🎬 Der Energie-Zähler
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Wird der Strompreis steigen oder fallen? So liest du die Richtung ab

Die ehrliche Antwort: Den exakten Preis sagt dir niemand seriös voraus – aber die Richtung kannst du an konkreten Treibern ablesen. Unterscheide dabei zwei Zeitebenen. Kurzfristig (nächste Stunden bis morgen) zählt der Börsenstrompreis am Day-Ahead-Markt: Dort wird der Preis für jede einzelne Stunde des Folgetags festgelegt, und daran siehst du schwarz auf weiß, wann es teurer und wann es billiger wird. Langfristig entscheidet der Erzeugungs-Mix. Der praktische Weg ist deshalb kein Kaffeesatzlesen, sondern: 1. den Day-Ahead-Preis für den gewünschten Tag anschauen, 2. eine Preisprognose fürs Zeitfenster heranziehen, 3. verstehen, welche Treiber gerade wirken.

Nach oben drücken den Preis: hohe Nachfrage, teures Gas und CO2-Zertifikate sowie dunkle, windstille Phasen, in denen Kohle- und Gaskraftwerke den letzten Bedarf decken (Merit-Order). Nach unten drücken ihn viel Sonne und Wind bei gleichzeitig niedriger Nachfrage – dann kippt der Preis mittags oft ins Minus. Genau das siehst du in unserer eigenen ENTSO-E-Auswertung: 2026 gab es in Deutschland bis jetzt 423 Stunden mit negativen Strompreisen, im Tief bis −500 €/MWh. Für dich heißt das konkret: Über den Tag verteilt fällt der Preis meist um die Mittagszeit mit viel Photovoltaik und steigt morgens und abends zu den Verbrauchsspitzen. Ob er also steigt oder fällt, hängt von Stunde und Wetter ab – und beides kannst du am Day-Ahead-Preis und einer Prognose ablesen, statt zu raten.

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