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Funktionsweise einer Biogasanlage – einfach erklärt

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Funktionsweise einer Biogasanlage – einfach erklärt
Biogas — Stromfee (KI-Bild)

Eine Biogasanlage wandelt organisches Material wie Gülle, Mist, Energiepflanzen oder Bioabfall in brennbares Biogas um. Das Gas verbrennst du anschließend in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zu Strom und Wärme.

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Das Grundprinzip in einem Satz

Im Kern läuft eine Biogasanlage über die anaerobe Vergärung: Unter Luftabschluss zersetzen Mikroorganismen die organische Masse und produzieren dabei Biogas, das rund 50–65 % Methan (CH₄) enthält – genau dieses Methan ist der Energieträger, den du später verstromst.

Funktionsweise einer Biogasanlage – einfach erklärt
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Die 4 Schritte der Vergärung

Der biologische Abbau läuft in vier Stufen: (1) Hydrolyse – komplexe Stoffe wie Fette und Kohlenhydrate werden aufgespalten; (2) Acidogenese – es entstehen organische Säuren; (3) Acetogenese – daraus wird Essigsäure, Wasserstoff und CO₂; (4) Methanogenese – Methanbakterien bilden das eigentliche Biogas. Alle vier Prozesse laufen im Fermenter gleichzeitig ab.

Die Bauteile und ihr Weg des Substrats

Das Substrat kommt über die Vorgrube oder den Feststoffeintrag in den Fermenter (Gärbehälter), wo es bei ca. 38–42 °C (mesophil) mehrere Wochen verweilt und ständig gerührt wird. Das Restmaterial wandert ins Gärrestlager, das Biogas sammelt sich im gasdichten Foliendach darüber.

Vom Gas zu Strom und Wärme

Das gesammelte Biogas leitest du zum BHKW: Dort treibt es einen Gasmotor an, der einen Generator dreht und Strom erzeugt. Die Abwärme des Motors nutzt du für Heizung, Ställe, Trocknung oder die Beheizung des Fermenters selbst – so erreichst du eine hohe Gesamteffizienz (Kraft-Wärme-Kopplung).

Der Gärrest als Dünger

Was nach der Vergärung übrig bleibt, ist kein Abfall: Der Gärrest ist ein nährstoffreicher, gut pflanzenverfügbarer Dünger. Du bringst ihn wieder auf die Felder aus und schließt so den Stoffkreislauf – ein zentraler Vorteil gegenüber vielen anderen Energiequellen.

Warum die Anlage gesteuert werden muss

Eine Biogasanlage ist ein lebendes biologisches System – Temperatur, Fütterungsmenge und pH-Wert müssen im Gleichgewicht bleiben, sonst kippt die Biologie. Moderne Anlagen fahren zudem flexibel: Sie erzeugen bevorzugt dann Strom, wenn der Bedarf und die Marktpreise hoch sind, statt konstant durchzulaufen.

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Häufige Fragen

Was ist Biogas und wie entsteht es?

Biogas ist ein brennbares Gas, das durch die anaerobe Vergärung organischer Masse unter Luftabschluss entsteht. Mikroorganismen zersetzen dabei Stoffe und produzieren Biogas, das rund 50–65 % Methan enthält.

Woraus wird Biogas hergestellt?

Biogas wird aus organischem Material wie Gülle, Mist, Energiepflanzen oder Bioabfall gewonnen.

Wie funktioniert der biologische Abbau in einer Biogasanlage?

Der Prozess läuft in vier Stufen ab: Hydrolyse (Aufspaltung komplexer Stoffe), Acidogenese (Entstehung organischer Säuren), Acetogenese (Bildung von Essigsäure, Wasserstoff und CO2) sowie Methanogenese (Bildung des Biogases durch Methanbakterien).

Wie wird aus Biogas Strom erzeugt?

Das gesammelte Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verwendet, um einen Gasmotor anzutreiben. Dieser treibt einen Generator an, der Strom und gleichzeitig nutzbare Abwärme erzeugt.

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