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MQTT Broker – was er macht und wie du ihn einrichtest

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
MQTT Broker – was er macht und wie du ihn einrichtest
Energie — Stromfee (KI-Bild)

Ein MQTT Broker ist der zentrale Vermittler, über den Geräte per Publish/Subscribe Nachrichten austauschen, ohne sich direkt zu kennen. Er nimmt Nachrichten von Sendern (Publisher) entgegen und verteilt sie an alle, die das passende Thema (Topic) abonniert haben.

Was ein MQTT Broker konkret tut

Der Broker ist die Software, die zwischen deinen Geräten sitzt. Ein Sensor sendet (publish) eine Nachricht an ein Topic wie `haus/keller/temperatur`, der Broker leitet sie an jeden weiter, der genau dieses Topic abonniert (subscribe) hat. Sender und Empfänger müssen sich nie direkt kennen – das entkoppelt deine Geräte und macht das System leicht erweiterbar.

MQTT Broker – was er macht und wie du ihn einrichtest
Energie — Stromfee (KI-Bild)
So verbindest du ein Gerät – in 4 Schritten

1. Broker-Adresse und Port eintragen (Standard 1883, mit Authentifizierung oft ein zweiter Port). 2. Falls nötig Benutzer und Passwort setzen. 3. Ein Topic-Präfix festlegen, z. B. `standort/geraet/`. 4. Publish oder Subscribe auf den Topics starten. In unseren Anlagen erscheinen abonnierte Felder z. B. automatisch beim nächsten 5-Minuten-Zyklus, sobald der MQTT-Output am Gerät konfiguriert ist.

MQTT Broker – was er macht und wie du ihn einrichtest
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Ports und Sicherheit

Der klassische MQTT-Port ist 1883 (unverschlüsselt, für interne Netze). Für Zugriff mit Benutzer/Passwort wird häufig ein separater Port genutzt – bei uns etwa Port 1884 mit Authentifizierung. Für Verbindungen über das offene Internet solltest du zusätzlich TLS-Verschlüsselung einsetzen, damit weder Zugangsdaten noch Messwerte mitlesbar sind.

MQTT Broker – was er macht und wie du ihn einrichtest
Energie — Stromfee (KI-Bild)
Wie aus MQTT-Nachrichten Daten werden

Ein Broker speichert selbst keine Historie. Damit deine Messwerte dauerhaft nutzbar sind, abonniert ein Bridge-Dienst die relevanten Topics und schreibt sie in eine Datenbank. Bei uns liest z. B. ein Bridge-Service Topics wie `moormann/bhkw/*/json` und legt sie in ClickHouse ab – so wird aus dem flüchtigen Nachrichtenstrom eine auswertbare Zeitreihe.

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Energie — Stromfee (KI-Bild)
Bekannte Broker-Programme

Verbreitete MQTT-Broker sind Eclipse Mosquitto (schlank, weit verbreitet), EMQX und HiveMQ (auf viele gleichzeitige Verbindungen ausgelegt) sowie Cloud-Varianten. Für ein Heim- oder kleines Anlagen-Setup reicht meist Mosquitto auf einem Raspberry Pi oder kleinen Server. Welcher Broker passt, hängt von der Anzahl der Geräte und dem Bedarf an Ausfallsicherheit ab.

MQTT im Energie-Umfeld

In der Anlagen- und Sensorik-Welt ist MQTT der Standard, um Zähler, Wechselrichter, Shelly- oder Loxone-Geräte anzubinden. Ein Edge-Gerät vor Ort veröffentlicht die Messwerte, der zentrale Broker sammelt sie ein, und ein nachgelagerter Dienst überführt sie in Dashboards und Auswertungen. So bekommst du aus vielen einzelnen Geräten ein einheitliches Live-Bild.

🎬 Der Energie-Zähler
KI und MQTT – wie das Protokoll deine Anlagendaten für eine KI nutzbar macht

Kurz gesagt: MQTT ist der Datenkanal, KI ist der Auswerter – beide zusammen ergeben ein reagierendes System. MQTT ist ein leichtgewichtiges Publish-/Subscribe-Protokoll: Deine Geräte (Zähler, Wechselrichter, Sensoren, Shelly) veröffentlichen ihre Messwerte laufend auf sogenannten Topics beim Broker, statt dass jemand sie einzeln abfragt. Eine KI-Anwendung abonniert genau diese Topics und bekommt so den Energieverbrauch in Echtzeit geliefert. Genau in dieser Kombination arbeitet MQTT bei uns: Es transportiert die Verbrauchs- und Erzeugungsdaten, damit ein KI-gestützter Preismanager sie live auswerten und die Anlage flexibel an dynamische Strompreise anpassen kann. MQTT selbst enthält also keine KI – es ist die schnelle, ressourcensparende Transportschicht, auf der eine KI aufsetzt.

Wenn du eine KI mit deinen Anlagendaten füttern willst, gehst du in drei Schritten vor. Erstens: einen MQTT-Broker bereitstellen – das ist die zentrale Vermittlungsstelle, bei der sich alle Geräte anmelden. Zweitens: deine Geräte so konfigurieren, dass sie ihre Messwerte auf klar benannte Topics publizieren (etwa nach dem Muster `standort/gerät/messwert`), sinnvollerweise als JSON, damit die Werte strukturiert ankommen. Drittens: die Daten dauerhaft in einer Datenbank ablegen – eine Bridge abonniert die Topics beim Broker und schreibt jede Nachricht z. B. in eine Zeitreihen-Datenbank. Erst auf diesem gespeicherten Verlauf kann eine KI Muster erkennen, Lastspitzen vorhersagen oder Schaltentscheidungen ableiten. Der Broker liefert den Echtzeit-Strom, die Datenbank die Historie, die KI die Auswertung – ohne den MQTT-Unterbau bekäme die KI ihre Rohdaten gar nicht erst zuverlässig geliefert.

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