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WAGO e!COCKPIT: Was es ist und wie es funktioniert

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
WAGO e!COCKPIT: Was es ist und wie es funktioniert
Technik & Blindleistung — Stromfee (KI-Bild)

WAGO e!COCKPIT ist die Engineering-Software von WAGO, mit der du Steuerungen der PFC-Reihe (z. B. PFC100/PFC200) programmierst, parametrierst und visualisierst. Sie basiert auf CODESYS 3 und bündelt Hardware-Konfiguration, IEC-61131-3-Programmierung und Visualisierung in einer einzigen Oberfläche.

Was e!COCKPIT ist — in einem Satz

e!COCKPIT ist ein durchgängiges Automatisierungs-Tool: eine Software für Hardware-Konfiguration, Programmierung, Visualisierung und Inbetriebnahme von WAGO-Controllern. Statt mehrerer Einzelwerkzeuge arbeitest du in einer Umgebung, die auf dem Industriestandard CODESYS 3 aufsetzt.

WAGO e!COCKPIT: Was es ist und wie es funktioniert
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Wie es funktioniert — der Ablauf

1) Projekt anlegen und Controller (PFC100/PFC200) auswählen. 2) I/O-Module und Feldbus grafisch konfigurieren. 3) Steuerungslogik in IEC-61131-3-Sprachen schreiben. 4) Visualisierung per Drag-and-drop erstellen. 5) Programm auf die SPS übertragen, online debuggen und in Betrieb nehmen — alles im selben Tool.

WAGO e!COCKPIT: Was es ist und wie es funktioniert
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Welche Programmiersprachen du nutzen kannst

e!COCKPIT unterstützt die Sprachen der Norm IEC 61131-3: Strukturierter Text (ST), Funktionsbausteinsprache (FBD), Kontaktplan (KOP/LD), Anweisungsliste (AWL/IL) und Ablaufsprache (AS/SFC) sowie den freien Funktionsplan (CFC). Du wählst pro Baustein die Sprache, die zur Aufgabe passt.

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Für welche Hardware es gedacht ist

Die Software richtet sich an WAGO-Controller der PFC-Familie und das modulare WAGO-I/O-System. Über CODESYS und offene Standards ist e!COCKPIT weitgehend feldbusunabhängig, sodass du gängige Bussysteme (etwa Modbus, PROFINET, EtherCAT je nach Modul) einbinden kannst.

WAGO e!COCKPIT: Was es ist und wie es funktioniert
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Bibliotheken, Visualisierung und Diagnose

Fertige Funktionsbibliotheken beschleunigen wiederkehrende Aufgaben, die integrierte Visualisierung erzeugt Bedien-Oberflächen ohne separates HMI-Tool, und über die Online-Verbindung kannst du Variablen live beobachten, forcen und Fehler diagnostizieren. So verkürzt sich der Weg von der Idee zur laufenden Anlage.

Einordnung: e!COCKPIT vs. WAGO-Nachfolger

e!COCKPIT ist das etablierte, CODESYS-3-basierte Engineering-Tool von WAGO. WAGO hat sein Portfolio inzwischen um weitere Werkzeuge ergänzt; prüfe für Neuprojekte die aktuelle WAGO-Empfehlung und die Versions-/Support-Hinweise, damit deine Controller-Firmware zur Software passt.

🎬 Der Energie-Zähler
Aktuell dazu
WAGO-SPS programmieren: Welche Software du brauchst und wie du Schritt für Schritt vorgehst

Ja, du kannst eine WAGO-Steuerung selbst programmieren — welche Software du brauchst, hängt an der Controller-Generation. Für die aktuellen Controller (z. B. die PFC-Reihe) ist e!COCKPIT die Engineering-Software; sie basiert auf CODESYS 3 und bringt Hardware-Konfiguration, Programmierung, Visualisierung und Inbetriebnahme in einer Oberfläche zusammen. Für ältere 750er-Controller läuft die Programmierung dagegen über WAGO-I/O-PRO auf CODESYS-2.3-Basis — Projekte der beiden Welten sind nicht einfach austauschbar, du musst also zuerst die Artikelnummer deiner Steuerung prüfen und danach das Tool wählen. Programmiert wird in den Sprachen nach IEC 61131-3: Strukturierter Text (ST), Kontaktplan (KOP), Funktionsplan (FUP), Ablaufsprache (AS) und CFC. Beachte: e!COCKPIT ist je nach Variante lizenzpflichtig; den aktuellen Lizenz- und Versionsstand prüfst du direkt bei WAGO, statt dich auf Sekundärquellen zu verlassen. Zusätzlich brauchst du nichts weiter als einen Windows-PC, ein Ethernet-Kabel und die Dokumentation zu deinem Controller.

Der praktische Ablauf hat fünf Schritte. Erstens: Controller mit Spannung versorgen und per Ethernet verbinden; die Adresse im Auslieferzustand steht im Handbuch deines Geräts. Zweitens: das Web-Based Management (WBM) im Browser über die IP des Controllers aufrufen — dort setzt du Netzwerkparameter, prüfst die Firmware und schaltest die Dienste und Protokolle frei, die du wirklich nutzen willst (alles andere lässt du aus Sicherheitsgründen zu). Drittens: in e!COCKPIT ein Projekt anlegen, den Controller als Zielgerät auswählen und die angesteckten I/O-Klemmen in exakt derselben Reihenfolge abbilden wie auf der Hutschiene — stimmt die Reihenfolge nicht, passen die Prozessabbild-Adressen nicht. Viertens: Programm schreiben, übersetzen, per Login auf die Steuerung übertragen und als Bootprojekt speichern, damit es einen Neustart übersteht; im Online-Modus kannst du Variablen beobachten und forcen. Fünftens: Schnittstellen anbinden — Modbus TCP/RTU, MQTT, OPC UA oder BACnet, je nach Controller-Variante und Lizenz. Wichtig für den Energie-Kontext: Willst du nur Messwerte eines Zählers oder Wechselrichters einsammeln und weiterreichen, brauchst du oft gar kein SPS-Programm — das ist reine Konfiguration über Modbus bzw. MQTT im WBM. Ein Programm brauchst du erst, wenn wirklich geregelt oder verriegelt wird. Und unabhängig davon gilt: Werte aus einer SPS sind Steuermesswerte, kein eichrechtskonformer Ersatz für den Abrechnungszähler.

WAGO-SPS programmieren: Welche Software du brauchst und wie du vorgehst

Eine WAGO-SPS programmierst du nicht mit einem eigenen WAGO-Dialekt, sondern nach IEC 61131-3 — also in Strukturiertem Text (ST), Funktionsbausteinsprache (FUP), Kontaktplan (KOP), Anweisungsliste (AWL), Ablaufsprache (AS) und zusätzlich im freigrafischen CFC. Welches Werkzeug du nimmst, hängt an der Steuerung und an der Laufzeit, die darauf aktiv ist: e!COCKPIT ist WAGOs Engineering-Software auf CODESYS-3.5-Basis und adressiert die PFC-Controller (PFC100/PFC200, Serie 750-8xx); ältere Controller und Projekte laufen dagegen unter WAGO-I/O-PRO auf CODESYS-2.3-Basis. Beide Welten sind nicht kompatibel — ein 2.3-Projekt lässt sich nicht einfach in e!COCKPIT öffnen, du legst es neu an oder migrierst es bewusst. Wichtig zu wissen: Bei den PFC-Controllern stellst du im Web-based Management (WBM) unter „PLC Runtime“ ein, welche Laufzeit überhaupt läuft. Steht dort die falsche Version, findest du die Steuerung zwar im Netz, kannst aber kein Programm einloggen — das ist der häufigste Grund, warum der erste Download scheitert. Neben der klassischen SPS-Programmierung sind die PFC-Controller Linux-basiert, du kannst also zusätzlich eigene Anwendungen (z. B. in C oder Python) auf dem Gerät betreiben; für die Anlagensteuerung selbst bleibt aber der IEC-61131-3-Weg der vorgesehene.

Der praktische Ablauf sieht so aus: Erstens Steuerung identifizieren (Typenschild/Artikelnummer) und die passende Software installieren — e!COCKPIT für die PFC-Generation, WAGO-I/O-PRO für die alte CODESYS-2.3-Generation. Zweitens Netzwerk herstellen: Notebook per Ethernet an die Steuerung, IP-Adresse der Steuerung ermitteln bzw. setzen (über das WBM oder das WAGO-Ethernet-Settings-Tool; die Werkseinstellung steht im Handbuch deines Controllers) und Notebook ins gleiche Subnetz bringen. Drittens Projekt anlegen, das Zielgerät auswählen und die Steuerung im Netzwerk scannen, damit e!COCKPIT sie als Gerät übernimmt. Viertens den Klemmenbusaufbau einlesen — die angesteckten I/O-Klemmen werden erkannt und liefern dir das Prozessabbild, dem du deine Variablen zuordnest; hier entscheidet sich, ob du später sauber auf Ein- und Ausgänge zugreifst. Fünftens das Programm schreiben (in der Praxis meist ST für Logik und Rechnerei, KOP/FUP für einfache Verriegelungen) und es einer Task mit definierter Zykluszeit zuordnen. Sechstens übersetzen, einloggen, Programm laden, im Online-Modus mit Variablen-Monitoring und Forcen testen. Und siebtens — der Schritt, den Einsteiger am häufigsten vergessen — das Bootprojekt erzeugen und speichern: Ohne Bootprojekt ist dein Programm nach Spannungsausfall weg und die Anlage startet nicht wieder an. Kommunikation nach außen (Modbus TCP/RTU, OPC UA, MQTT) konfigurierst du danach teils im WBM, teils über Bibliotheken im Projekt — je nach Dienst und Controller-Generation.

WAGO programmieren: Was du brauchst und wie du vorgehst

„WAGO programmieren" heißt in der Praxis: eine WAGO-Steuerung nach IEC 61131-3 programmieren. Wichtig ist zuerst die Ja-Nein-Frage, ob dein Gerät das überhaupt kann. Ein reiner Feldbuskoppler (z. B. die 750er-Koppler) ist nicht programmierbar — er reicht die Signale der angesteckten Klemmen nur an eine übergeordnete Steuerung durch. Programmierbar sind die Controller, also die PFC100/PFC200-Familie, der Compact Controller und die älteren programmierbaren Feldbuscontroller. Welche Software du brauchst, hängt an der Runtime: Geräte mit e!RUNTIME programmierst du mit e!COCKPIT bzw. mit CODESYS 3.5 samt WAGO-Geräte-Package, ältere Controller mit CODESYS-2.3-Runtime dagegen mit WAGO-I/O-PRO. Beides ist nicht kompatibel — ein Projekt aus der 2.3-Welt lässt sich nicht einfach in e!COCKPIT öffnen, es muss neu aufgebaut werden. Programmiert wird in den IEC-61131-3-Sprachen: Strukturierter Text (ST), Kontaktplan (KOP), Funktionsbausteinsprache (FUP), Ablaufsprache (AS) und der freigrafische CFC.

Der Ablauf ist immer derselbe. Erstens: Controller-Typ und Runtime-Stand am Gerät ablesen — beides steht im Web-Based-Management (WBM), das du per Browser über die IP-Adresse des Controllers erreichst; ab Werk hat die erste Ethernet-Schnittstelle in der Regel eine feste Vorgabe-IP, die du dort auf dein Netz umstellst. Zweitens: PC und Controller ins gleiche Subnetz bringen und im WBM prüfen, dass der Programmier-Zugang (Ports für die Runtime) nicht gesperrt ist. Drittens: Projekt anlegen, das exakte Zielgerät auswählen und den Klemmenverbund in der physischen Reihenfolge nachbilden — die Steckreihenfolge am Knoten bestimmt die Adressierung, eine vertauschte Klemme verschiebt dir alle folgenden Ein- und Ausgänge. Viertens: Variablen an die I/Os verknüpfen und die Logik schreiben. Fünftens: einloggen, Programm laden und im laufenden Betrieb beobachten. Und der Schritt, der am häufigsten vergessen wird: die Boot-Applikation erzeugen. Ohne sie liegt dein Programm nur flüchtig im Controller und ist nach dem nächsten Spannungsausfall weg. Für Energie- und Lastdaten gilt zusätzlich: Eine SPS-Logik ist eine Steuermessung, kein eichrechtskonformer Zähler — für die Abrechnung bleibt der geeichte Zähler maßgeblich.

Dazu von Stromfee
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Häufige Fragen

Was ist WAGO e!COCKPIT?

WAGO e!COCKPIT ist eine Engineering-Software zur Programmierung, Parametrierung und Visualisierung von Controllern der PFC-Serie. Die Software basiert auf dem Industriestandard CODESYS 3 und bündelt Hardware-Konfiguration sowie die IEC-61131-3-Programmierung in einer einzigen Oberfläche.

Wie programmiert man eine WAGO SPS mit e!COCKPIT?

Die Programmierung erfolgt über die Sprachen der Norm IEC 61131-3, wie Strukturierter Text (ST), Funktionsbausteinsprache (FBD), Kontaktplan (KOP/LD), Anweisungsliste (AWL/IL) und Ablaufsprache (AS/SFC). Zudem wird der freie Funktionsplan (CFC) unterstützt.

Welche Hardware kann mit e!COCKPIT gesteuert werden?

Die Software ist für WAGO-Controller der PFC-Familie und das modulare WAGO-I/O-System konzipiert. Durch die Nutzung von CODESYS und offenen Standards ist sie weitgehend feldbussunabhängig und kann Systeme wie Modbus, PROFINET oder EtherCAT einbinden.

Wie funktioniert der Ablauf bei der Inbetriebnahme mit e!COCKPIT?

Der Prozess umfasst das Anlegen des Projekts und die Auswahl des Controllers, die grafische Konfiguration von I/O-Modulen und Feldbussen, das Schreiben der Steuerungslogik, die Erstellung der Visualisierung per Drag-and-drop sowie das Online-Debugging.

Welche Funktionen bietet e!COCKPIT für die Diagnose und Visualisierung?

Die Software bietet integrierte Visualisierungen ohne separates HMI-Tool sowie Funktionsbibliotheken zur Beschleunigung von Aufgaben. Über eine Online-Verbindung können Variablen live beobachtet, geforct und Fehler diagnostiziert werden.

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