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Was ist Biogas?

Stromfee Redaktion · 5. Juli 2026
Was ist Biogas?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)

Biogas ist ein brennbares Gas, das entsteht, wenn Mikroorganismen organisches Material ohne Sauerstoff abbauen. Du bekommst daraus Strom, Wärme oder – aufbereitet – ein Erdgas-Ersatzgas.

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Die kurze Antwort

Biogas ist ein Gasgemisch, das bei der anaeroben (sauerstofffreien) Vergärung von organischem Material entsteht. Der wichtigste und energetisch nutzbare Bestandteil ist Methan (CH₄) – dieselbe Verbindung, die auch Erdgas brennbar macht. Der Rest ist überwiegend Kohlendioxid (CO₂) plus Spuren anderer Gase.

Was ist Biogas?
Biogas — Stromfee (KI-Bild)
Woraus Biogas gemacht wird

Als Substrat dienst dir organische Stoffe wie Gülle und Mist aus der Landwirtschaft, Energiepflanzen (z. B. Mais- oder Grassilage), Bioabfälle und Reststoffe aus der Lebensmittelverarbeitung. Diese Materialien kommen in einen luftdichten Fermenter, wo Bakterien sie über Tage bis Wochen zersetzen.

Wie die Umwandlung abläuft

Im Fermenter zersetzen verschiedene Bakteriengruppen das Material in mehreren Stufen – am Ende bilden Methanbakterien das Methan. Das Gas sammelt sich oben unter der Kuppel und wird von dort abgezogen. Der übrig bleibende Gärrest lässt sich als Dünger auf den Feldern verwerten.

Wozu du Biogas nutzt

Am häufigsten wird Biogas direkt vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt. Dabei entstehen gleichzeitig Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung). Alternativ kannst du das Gas zu Biomethan aufbereiten – dann hat es Erdgas-Qualität und lässt sich ins Gasnetz einspeisen oder als Kraftstoff tanken.

Was Biogas von Erdgas unterscheidet

Der brennbare Teil ist bei beiden Methan. Der Unterschied liegt in der Herkunft: Erdgas ist ein fossiler Rohstoff, Biogas entsteht laufend aus nachwachsenden Reststoffen. Rohes Biogas enthält außerdem mehr CO₂ und Begleitstoffe – deshalb muss es für die Netzeinspeisung erst gereinigt und auf Erdgas-Qualität gebracht werden.

Warum Biogas gut steuerbar ist

Anders als Sonne und Wind ist Biogas speicherbar: Das Gas oder das Substrat lässt sich vorhalten und das BHKW gezielt dann laufen lassen, wenn Strom gebraucht wird. In Kombination mit einem Batteriespeicher kannst du diese Flexibilität noch weiter ausreizen und Erzeugung und Bedarf entkoppeln.

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Häufige Fragen

Was ist Biogas?

Biogas ist ein brennbares Gasgemisch, das bei der anaeroben Vergärung von organischem Material entsteht. Der energetisch nutzbare Hauptbestandteil ist Methan (CH4).

Wie entsteht Biogas und woraus besteht es?

Es entsteht durch den Abbau organischer Stoffe wie Gülle, Mist, Energiepflanzen oder Bioabfälle durch Mikroorganismen in einem luftdichten Fermenter. Bakteriengruppen zersetzen das Material über Tage bis Wochen zu Methan.

Was ist der Unterschied zwischen Biogas und Erdgas?

Beide enthalten den brennbaren Stoff Methan, unterscheiden sich jedoch in der Herkunft: Erdgas ist ein fossiler Rohstoff, während Biogas aus nachwachsenden Reststoffen gewonnen wird. Rohes Biogas enthält zudem mehr Kohlendioxid und Begleitstoffe.

Wie kann Biogas genutzt werden?

Biogas kann in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme verbrannt werden. Alternativ kann es zu Biomethan aufbereitet werden, um als Kraftstoff oder zur Einspeisung ins Gasnetz genutzt zu werden.

Ist Biogas speicherbar?

Ja, Biogas ist im Gegensatz zu Wind und Sonne speicherbar, da das Gas oder das Substrat vorgehalten werden kann. Dies ermöglicht eine gezielte Steuerung der Erzeugung.

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